• Dachverband der Natur- und Vogelschutzvereine
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    im Kanton Basel-Landschaft.

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Kantonale Kampagne für die Biodiversität

Die Aktivitäten für die Biodiversitätsinitiative werden im Kanton vom BI Komitee Baselland koordiniert und können so zeitlich und örtlich optimiert werden.

Koordinator ist Thomas Zumbrunn,

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 079 776 35 73.

 

Volksinitiative «Für die Zukunft unserer Natur und Landschaft» (Biodiversitätsinitiative)

Dank der Biodiversität haben wir sauberes Wasser, fruchtbare Böden, eine funktionierende Bestäubung von Pflanzen für einheimische, gesunde Nahrungsmittel. Die Biodiversitätskrise ist in der Schweiz besonders gravierend. Unser Land weist mehr gefährdete Tier- und Pflanzenarten auf als unsere Nachbarländer.

Die Biodiversitätsinitiative will die biologische Vielfalt der Schweiz – unsere Lebensgrundlage – langfristig sichern. Sie sorgt dafür, dass Bund und Kantone Schutzgebiete bezeichnen und unterhalten, die für die Biodiversität erforderlichen Flächen in der nötigen Qualität sichern und die nötigen finanziellen und personellen Mittel zur Verfügung stellen. Die Initiative lässt genügend Raum für den nötigen Ausbau erneuerbarer Energien und die Produktion von Lebensmitteln.

Die Biodiversitätsinitiative erhebt die bewährte Interessenabwägung zwischen Schutz und Nutzung auf den Verfassungsrang. Bisher ist sie nur auf Gesetzesstufe geregelt und damit den Launen einer Parlamentsmehrheit ausgeliefert.

Der neue Verfassungstext hält wie bisher fest, dass erhebliche Eingriffe in Schutzgebiete nur dann ins Auge gefasst werden dürfen, wenn dem Schutz Nutzungsinteressen von nationaler Bedeutung gegenüber stehen. Damit soll verhindert werden, dass immer neue Eingriffsgründe aus dem Parlament dazu führen, dass unsere Natur- und Landschaftsperlen kurzsichtigen Interessen geopfert werden. Ein Rechtsgutachten zeigt klar, dass die Biodiversitätsinitiative mit den neusten Beschlüssen zur Energiewende im Einklang steht. Auch die Produktion von Holz und Nahrungsmitteln ist mit der Biodiversitätsinitiative weiterhin gewährleistet – und zwar mit verstärkten Synergien zwischen Schutz und wirtschaftlichem Nutzen.

 

Faktencheck

Bitte informieren Sie Ihre Bekannten und Freunde über die Fakten zur Biodiversitätsinitiative: birdlife.ch/initiative_fakten.

Studie Züger 2023

Zusammenfassung Schweiz. Bauernverband

Faktencheck zu Studie Züger 2023

 

Die Natur braucht jetzt von uns allen die nötige Unterstützung. Nach all dem Abbau im Naturschutz wieder gleich lange Spiesse für unsere Lebensgrundlage herzustellen, dafür braucht es Ihr JA zur Biodiversitätsinitiative. Herzlichen Dank!

Abstimmung: 22. September 2024!

Wenn Ihr Fragen zur kantonalen Kampagne habt, dann könnt Ihr Euch gerne bei Thomas Zumbrunn,    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 079 776 35 73 melden.

Unterlagen BirdLife Schweiz

 

Hintergrund: warum ein JA besonders wichtig ist...

Auf der einen Seite: sehr offener und moderater Verfassungstext

Der Schlussspurt für die Abstimmung zur Biodiversitätsinitiative läuft. Die Argumente liegen auf der JA-Seite: Die Natur ist unsere Lebensgrundlage. Eine intakte Biodiversität hilft gegen Klimawandel und Umweltkatastrophen. Für die Nahrungsmittelproduktion braucht es gesunde Böden, sauberes Wasser und eine funktionierende Bestäubung. Aber die Biodiversität der Schweiz ist nicht mehr intakt, sondern stark gefährdet.

Der Handlungsbedarf ist gerade in der Schweiz riesig: Die Hälfte der natürlichen Lebensräume ist heute bedroht. Ein Drittel aller Tier-, Pilz- und Pflanzenarten in der Schweiz ist gefährdet oder bereits ausgestorben. Die neuste Rote Liste der Wildbienen zeigt das Problem für die Bestäubungsleistung: 45 % der Wildbienenarten in der Schweiz sind bereits ausgestorben oder gefährdet!

Die Biodiversitätsinitiative will daher den Schutz unserer Lebensgrundlagen in der Verfassung stärken. Sie verlangt die nötigen Flächen und finanziellen und personellen Mittel für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen und nimmt Bund und Kantone in die Pflicht. Sie verankert ausserdem die bewährte Praxis der Interessenabwägung in der Verfassung.

Dabei ist wichtig zu wissen, dass wir über einen sehr offenen und moderaten Verfassungstext abstimmen. Er enthält den Auftrag an Bundesrat, Parlament und Kantone, die oben genannten Regeln innert fünf Jahren zu konkretisieren. Die Initiative nennt weder einen einzusetzenden Frankenbetrag noch irgendwelche Flächenprozente und macht keinen Bezug zum weltweiten Biodiversitätsrahmenwerk, das ein Flächenziel für Schutzgebiete enthält – auch wenn die Gegnerinnen und Gegner teils mit unwahren Behauptungen und Zahlen um sich werfen.

 

Auf der andern Seite: Die Politik ignoriert das Artensterben. Parlament versenkt wichtigste Massnahme zur Nährstoff- und  Pestizidreduktion

Der Ständerat ist am 11. Juni dem Nationalrat gefolgt und hat die Massnahme für 3,5 % Biodiversitätsförderflächen (BFF) auf Ackerland beerdigt. Damit verliert die Schweiz die wichtigste Massnahme zur Nährstoff- und Pestizidreduktion in der Landwirtschaft. Die Politik ignoriert das Artensterben – jetzt braucht es mit einem Ja zur Biodiversitätsinitiative erst recht eine Korrektur durch die Stimmbevölkerung!

Die Schweizer Landwirtschaft muss ihre Nährstoffverluste und das Pestizidrisiko bis 2027 reduzieren – letzteres um 50 Prozent. So will es das Gesetz. Die wichtigste Massnahme, um dieses Ziel zu erreichen, sähe vor, dass Landwirtinnen und Landwirte auf der Ackerfläche künftig 3,5 % (statt wie bisher nur 1 %) Biodiversitätsförderflächen (BFF) anlegen. Bereits mehrfach wurde diese Massnahme in der letzten Legislatur bestätigt. Doch nun ist das neu zusammengesetzte Parlament eingeknickt und hat die 3,5 % BFF beerdigt. Damit geht ein breit abgestützter Kompromiss zur Reduktion der Pestizidrisiken- und Nährstoffe ersatzlos verloren.

Die 3,5 % BFF wären nicht nur ein wichtiger Schritt, um das Pestizidrisiko und die Nährstoffverluste zu verringern – sie helfen auch, das Artensterben in unseren Feldern aufzuhalten. Die Biodiversität in der Schweiz ist in einem sehr schlechten Zustand, ganz besonders auf dem Acker. Dabei helfen mehr Tier- und Pflanzenarten den Landwirtschaftsbetrieben bei der Produktion: So werden Bestäuber gefördert und der Pestizideinsatz kann dank den Nützlingen reduziert werden. Das ist gesamtwirtschaftlich sinnvoll. So lautet das Fazit der neusten Studie von Agroscope: «Daher ist es sowohl für die Landwirtschaft wie auch für die Erhaltung der Biodiversität von zentraler Bedeutung, Bestäubergemeinschaften mittels optimierter Bewirtschaftung und gezielten Massnahmen wie Biodiversitätsförderflächen zu schonen und zu fördern.»

Jonas Schälle, Projektleiter Landwirtschaft bei BirdLife Schweiz, kommentiert den Parlamentsentscheid wie folgt: "Mit der Abschaffung der Massnahme ignoriert das Parlament den dringenden Handlungsbedarf bei der Biodiversität im Kulturland. Es gilt nun, das weit vorangeschrittene Insektensterben mit allen Mitteln zu stoppen, gemeinsam für die Natur und eine zukunftsfähige Landwirtschaft."

Ein JA für die Biodiversitätsinitiative am 22. September ist die beste Voraussetzung dafür.

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